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Regionaler Wohlstand neu betrachtet

Der Beitrag der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft zur Lebensqualität

Projektbeschreibung

Für eine Region, die eine nachhaltige Entwicklung anstrebt, reicht die einseitige Orientierung an wenigen wirtschaftlichen Größen wie dem Bruttosozialprodukt nicht aus. Die Frage nach Zielen und Bewertungsmaßstäben erweist sich in Theorie und Praxis allerdings als echte Herausforderung.

Unser Ziel oder: Was wollen wir erforschen?

Wir gehen davon aus, dass die Lebensqualität in einer Region von einer wirtschaftlich, ökologisch, kulturell und sozial ausgewogenen Entwicklung abhängt. Deshalb wollen wir in unserem Projekt den gesellschaftlichen Nutzen von wirtschaftlichen Aktivitäten in seiner gesamten Breite verdeutlichen und insbesondere versteckte Formen regionalen Wohlstands sichtbar machen. Denn Unternehmen wirken sich nicht nur auf die Wirtschaft aus, sondern beeinflussen auch das soziale Miteinander und die natürliche Umwelt.

Unser Untersuchtungsfeld oder: Worüber forschen wir?

Die Betriebe der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft – also die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Bioprodukten – verfolgen nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern sind Vorreiter beim Umweltschutz. Wir untersuchen, ob sie noch in anderen Bereichen gesellschaftlichen Nutzen stiften, z. B. durch sinnvolle Arbeitsplätze oder die Belebung von Dörfern. Für solche Betriebe aus der Region Berlin-Brandenburg erforschen wir exemplarisch, wie sie zu einem umfassend verstandenen regionalen Wohlstand beitragen und als Modell für eine nachhaltige Entwicklung dienen können.

Unsere Vorgehensweise oder: Wie wollen wir das machen?

Wir forschen gemeinsam mit Menschen aus der Region Berlin-Brandenburg und:

·    suchen nach Möglichkeiten, wie nachhaltige Lebensqualität in einer Region verständlich beschrieben und bewertet werden kann;

·    geben für ausgewählte Unternehmen der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft einen Überblick darüber, in welchen Bereichen sie regionalen Wohlstand schaffen;

·    finden heraus, welche Ideen der ökologischen Ernährungswirtschaft "Schule machen" und wie Öko-Unternehmen als Multiplikatoren in ihrer Region wirken;

·    zeigen auf, wie die institutionellen Rahmenbedingungen (z. B. Förderprogramme, Richtlinien von Ministerien und Verwaltungen, Netzwerke) Unternehmen in ihrer nachhaltigen Ausrichtung fördern oder behindern;

·    suchen nach Möglichkeiten, wie die Bedürfnisse der Konsumenten/innen erfasst und in die Weiterentwicklung von ökologischen Produkten und Dienstleistungen eingebunden werden können.

Unsere Ergebnisse oder: Wem nützt das?

  • Wir entwickeln Verfahren, mit denen regionaler Wohlstand in seiner gesamten Breite erfasst und dargestellt werden kann. An Hand solcher Kriterien können Politik und Verwaltungen ihre Entscheidungen in der Regionalentwicklung oder bei der Projekt- und Wirtschaftsförderung stärker an einer nachhaltigen Entwicklung ausrichten.

·   Diejenigen Öko-Unternehmen, deren Beitrag zum regionalen Wohlstand von uns eingehend untersucht wird, können mit diesem Wissen den Wert des Unternehmens für die Region offensiv nach außen deutlich machen und ihre Zukunftsstrategien daran ausrichten.

·    Um die Ausbreitung von nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsstilen zu fördern, möchten wir gemeinsam mit interessierten Betrieben und Gruppen Projekte zur Unterstützung von Lernprozessen konzipieren und umsetzen. Die denkbare Bandbreite reicht von Kunstaktionen bis zu Lernagenturen.

·    Wir erarbeiten Vorschläge, wie die institutionellen Rahmenbedingungen so gestaltet werden können, dass sie eine nachhaltige Regionalentwicklung in Berlin-Brandenburg fördern, und werden sie in Modellprojekten erproben.

·Für interessierte Unternehmen entwickeln wir Kommunikationsmodelle, mit denen die Erwartungen und Bedürfnisse aller Beteiligten entlang einer Produktlinie, insbesondere der Konsumenten/innen, besser erfasst und berücksichtigt werden können.

MitarbeiterInnen, Forschungsschwerpunkt, Kontakt

  • Dr. Dr. Martina Schäfer, Juniorprofessorin für sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung (Projektleiterin): Teilprojekt Entwicklung und Erprobung eines Verfahrens für die Bewertung regionaler Wohlstandsschöpfung; Soziologin und Biologin, im Vorstand der Fördergemeinschaft ökologischer Landbau, zuvor Forschung über die Vermarktung von Bioprodukten in Berlin-Brandenburg), ZTG; schaefer@ztg.tu-berlin.de;
    Tel.: 030/314-26 854.
  • Lydia Illge, M.S. (Ökonomin): Teilprojekt Entwicklung und Erprobung eines Verfahrens für die Bewertung regionaler Wohlstandsschöpfung; (zuvor Projektmanagerin für regionale Wirtschaftsförderung), DIW Berlin;
    lillge@diw.de; Tel./Fax: 030/89 789-681.
  • Dipl.-Ing. Tina Boeckmann: Teilprojekt Lernprozesse nachhaltiger Lebens- und Wirtschaftsstile; (Agrarwissenschaftlerin, Regionalentwicklung, zuvor Forschung und Organisation der „Biotour“ u. a. Projekte des ländlichen Tourismus), ZTG;
    boeckmann@ztg.tu-berlin.de; Tel.: 314-21 016.
  • Dr. Benjamin Nölting: Teilprojekt Institutionelle Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Agrarpolitik und Regionalentwicklung; (Politologe, zuvor Forschung über Umweltgruppen in der Region), ZTG,
    noelting@ztg.tu-berlin.de; Tel.: 314-26 368.
  • Dipl.-Ing. Elke Baranek: Teilprojekt Ansprüche und Erwartungen der Konsumenten/innen an Produkte der ökologischen Ernährungswirtschaft; (Moderatorin und Landschaftsplanerin, zuvor Mitarbeiterin der Humboldt-Universität zu Berlin), ZTG;
    baranek@ztg.tu-berlin.de; Tel.: 314-25 573.

Kontakt

  • Zentrum für Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin Sekr. P 2-2; Hardenbergstr. 36 A, Raum 224/222, 10623 Berlin, Tel.: 030/314-26 854; Fax: 030/314-26 917
  • Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Königin-Luise-Straße 5; 14195 Berlin, Tel.: 030/89 789-681; Fax: 030/89 789-113
  • Internetseite des Projektes: www.regionalerwohlstand.de

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