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Vielfalt in Gefahr  
Riskante Entwicklung  
 
 
 
 
 
Agrobiodiversität

Die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) definiert Agrobiodiversität - als den Teil der biologischen Vielfalt, der die Menschen nährt und gleichzeitig durch die Menschen gepflegt wird (FAO 1996). Analytisch wird zwischen mindestens drei Ebenen unterschieden: der Vielfalt von Agrarökosystemen, von Pflanzen- und Tierarten, von Populationen sowie der genetischen Diversität innerhalb von Sorten.

Die Produktivitätssteigerung der modernen Landwirtschaft und ihr Umgang mit agrogenet
ischen Ressourcen und beruhen nach Ansicht des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltfragen im Wesentlichen auf vier Faktoren: (WBGU 2000: 81)
  • Dominanz einiger weniger Arten im Agrarsystem.
  • Dominanz von wenigen, leistungsfähigen Genotypen innerhalb der Arten.
  • Schaffung optimaler Bedingungen für die ausgewählten Arten und Genotypen.
  • zunehmende Verbreitung von Agrarsystemen, für die die Punkte (a) bis (c) charakteristisch sind.
Die moderne Landwirtschaft begibt sich nach Ansicht des WBGU in Gefahr, eine ihrer Erfolgsgrundlagen zu vernichten: die reichhaltige Vielfalt existierender Kulturpflanzen und Haustiere (a.a.O.). Landwirtschaft und damit die Ernährung und sonstige Versorgung der Menschen wird aber unter den unterschiedlichsten Bedingungen - wenn diese nicht mit hohem Einsatz fossiler Energie nivellieren werden - nur durch anpassungsfähige Pflanzensorten und Tierrassen ermöglicht. Die globale Agrobiodiversität hat durch die Ausweitung der industriellen Landwirtschaft mit ihren Hochertragssorten und Hochleistungsrassen seit Mitte des 19. Jahrhunderts laut FAO-Weltzustandsbericht im pflanzlichen Bereich um rund 75 % abgenommen. Auch bei den Nutztieren fand eine radikale Beschränkung statt. Die FAO verweist darauf, dass dies die globale Ernährungssicherheit bedrohen kann.