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Von der Agrarwende zur Konsumwende?
Eine Untersuchung der Effekte der Agrarwende für die Verbreitung nachhaltiger Ernährungsmuster entlang der Akteurskette vom Produzenten bis zum Konsumenten
Problemstellung
Die intendierte "Agrarwende" hat nur dann Erfolg, wenn sie von einer entsprechenden "Konsum"- bzw. "Ernährungswende" gestützt wird, wenn die verschiedenen Verbrauchergruppen bereit sind, die Kosten von ökologisch verträglicheren Formen des Landbaus, den Aufwand für artgerechte Tierhaltung, für bäuerliche Leistungen der Landschaftspflege sowie für aufwändigere und transparentere Formen der Qualitätssicherung zu honorieren. Das setzt einerseits eine neue Wertschätzung von Nahrungsmittelqualität voraus, andererseits bedarf es auch eines erweiterten Angebots, einer Verringerung der Preisschere zwischen ökologisch und konventionell erzeugten Produkten sowie neuer, transparenter Formen der Qualitätssicherung. Eine am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierte Transformation der landwirtschaftlichen Erzeugungsstrukturen kann nur gelingen, wenn die politischen Impulse und Anreize der Agrarwende von den Akteursgruppen entlang der Wertschöpfungskette (Erzeuger, Verarbeiter, Handel, Verbraucher) in einer gleichgerichteten Weise aufgegriffen werden und sich wechselseitig stützen.
Projektziele
Ziel des Projekts ist es erstens, zu überprüfen, ob die an der Produzentenseite ansetzenden Maßnahmen der Agrarwende, die damit ausgelösten Veränderungen des Angebots sowie die auf das Verbraucherverhalten zielenden Beratungsangebote und politischen Öffentlichkeitskampagnen in der Tat zu den angestrebten Veränderungen des Ernährungsverhaltens führen – oder warum nicht bzw. nicht so, wie erhofft. Es soll klären, welche hindernde oder fördernde Rolle dabei die Leitbilder, Interessen und Erwartungen, die Handlungs- und Strukturzwänge, die Ressourcen und Organisationsformen der verschiedenen Akteursgruppen spielen und wo sich die "kritischen" Weichenstellungen vollziehen. Ziel des Projekts ist zweitens eine Bewertung der eingetretenen – auch der nicht-intendierten – Effekte der Agrarwende unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Und drittens sollen auf der Basis dieser Analyse und in Kooperation mit Akteuren aus den verschiedenen Praxisfeldern praktische Ansatzpunkte zu einer Optimierung des Zusammenhangs von Agrar- und Konsum- bzw. Ernährungswende entwickelt werden. Das Projekt konzentriert sich dabei auf den Bereich, dem eine gewisse Leitfunktion für die Agrarwende zugesprochen wird: auf die Ausweitung des ökologischen Landbaus und seiner Folgen für Verarbeitung, Handel und Konsum.
Projektdesign
Empirisch stützt sich das Projekt auf regionale (Bayern/Mecklenburg-Vorpommern) und großstädtische Fallstudien (München/Leipzig) sowie auf bundesweite Erhebungen. Organisatorisch wird es durch fünf akteurspezifische Teilprojekte (Erzeuger, Verarbeiter und Handel, . ernährungsökologische Bewertung von Öko-Convenience-Produkten, Ernährungsberatung, Verbraucher) sowie durch vier Querschnittsdimensionen (Verknüpfung des sozial-ökologischen Rahmenkonzept mit der Akteur-Netzwerk-Theorie, regional spezifizierte Kriterien nachhaltigen Konsums, Brückenkonzepte auf der Akteursebene, Genderaspekte im Feld der Agrar- und Konsumwende) verzahnt.
Laufzeit: 01.11.2002 – 31.10.2005 Beginn von Teilprojekt 3: 01.11.2003)
MitarbeiterInnen, Forschungsschwerpunkt, Kontakt
Projektkoordination
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Professor Dr. Karl-Werner Brand, Münchner Projektgruppe für Sozialforschung e.V. (MPS), Dachauerstr. 189, 80637 München, Tel. 089/15 57 60/14 69 21, Brand.MPS@t-online.de
Teilprojekt 1: Erzeuger
Leitung
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Professor Dr. Alois Heißenhuber/ Dipl.-Ing. agr. Jochen Kantelhardt, Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues, TU München Weihenstephan, Alte Akademie 14, 85350 Freising
MitarbeiterInnen
Teilprojekt 2: Verarbeiter und Handel
Leitung
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Professor Dr. Achim Spiller, Institut für Agrarökonomie; Lehrstuhl für Agrarmarketing, Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen,
Mitarbeiterin
Teilprojekt 3: Ernährungsökologische Bewertung
Leitung
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Professor Dr. Georg Karg, Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Haushalts, TU München Weihenstephan, Weihenstephaner Steig 17, D-85350 Freising
Unterauftrag/Bearbeitung
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Professor Dr. Ingrid Hoffmann, Stiftungsprofessur für Ernährungsökologie, Institut für Ernährungs-wissenschaften, Universität Gießen, Wilhelmstr. 20, 35392 Gießen, ingrid.hoffmann@ernaehrung.uni-giessen.de
Teilprojekt 4: Ernährungsberatung
Leitung
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Professor Dr. Georg Karg/Dr. Waltraud Kustermann, Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Haushalts, Fachgebiet Verbrauchs- und Beratungslehre, TU München-Weihenstephan, Weihenstephaner Steig 17, D-85350 Freising
Mitarbeiter
Unterauftrag
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Dr. Karl von Koerber, Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie, Entenbachstr. 37, 81541 München, Tel. 089-65 10 21 31, koerber@bfeoe.de
Teilprojekt 5: VerbraucherInnen
Münchner Projektgruppe für Sozialforschung e.V. (MPS), Dachauerstr. 189, 80637 München
Mitarbeiter
Unterauftrag
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Dr. Karl-Michael Brunner, Institut für Allgemeine Soziologie und Wirtschaftssoziologie, Wirtschaftsuniversität Wien, Augasse 2-6, A-1090 Wien, Tel.: 0043/1/31 336-49 76, karl-michael.brunner@wu-wien.ac.at
Internetseite des Projektes: http://www.konsumwende.de/
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